Jeremia 50 Warum nicht gleich so?

Gott benutzte die Babylonier, um die damalige Welt kräftig durcheinander zu wirbeln. Das bedeutet aber nicht, dass die Babylonier ungeschoren davon kommen, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. In diesem Kapitel kündigt Jeremia auch den Babyloniern Gottes Strafgericht an. Gott bestraft ihren Stolz, ihre Überheblichkeit und ihre Ignoranz für den wahren Gott. Und tatsächlich: 539 v. Chr. wird Babylon vom Perserkönig Kyros erobert…

Für die Juden wird das dann auch eine Zeit des Aufatmens sein: sie dürfen wieder in ihre Heimat zurück kehren und Gott wird ihnen ihre Sünden vergeben (V.19-20). Da fragt man sich natürlich: Warum nicht gleich so? Warum die ganzen Katastrophen und Kriege? Warum der Untergang Jerusalems und die Gefangenschaft in Babylonien? Warum vergibt Gott nicht gleich zu Beginn die Sünden? Dann wären doch alle zufrieden?!

Ich glaube das liegt daran, dass Sündenvergebung ohne Einsicht in die eigene Schuld nichts bringt. Sie bringt keine wahre Veränderung. Wer seine Fehler nicht einsieht, dem bringt es auch wenig, wenn man sie ihm verzeiht. Vielleicht ist das ein wenig so wie bei der Kindererziehung: Wenn man ständig alles durchgehen lässt erzieht man seine Kinder zu unglücklichen und unzufriedenen kleinen Tyrannen…
Bibeltext

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