Jeremia 47 Mitleiden statt Schadenfreude

In diesem Kapitel finden sich Weissagungen gegen die Philister. Die Philister waren ein Städtebund von fünf größeren Städten, die westlich von Jerusalem und Hebron lagen. Zwischen den Philistern und den Israeliten gab es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen. Neben den Kanaanitern waren sie so etwas wie die Erzfeinde von Israel. Bekannt ist vor allem die Geschichte des Kampfes zwischen David und dem Philister Goliath. Jeremia kündet den Philistern Unheil vom Norden her an.

Interessant bei diesem Abschnitt finde ich vor allem, dass Jeremia sich nicht schadenfroh über das Leid der Philister äußert, sondern dass er mitleidet: „O du Schwert des Herrn, wann willst du doch aufhören?“ (V.6; man kann diesen Satz allerdings auch als ein Zitat der Betroffenen verstehen, anstatt als ein Wort des Jeremia; aber es bleibt trotzdem dabei, dass hier eher ein Mitgefühl des Jeremia mitklingt, als Hass und Schadenfreude). Wenn man selbst eine auf die Nase bekommt, dann ist meist die natürliche Reaktion, dass man sich freut, wenn jemand anders (den man nicht gerade gut leiden kann) auch eins auf die Nase bekommt. Hier zeigt Jeremia mal wieder innere Größe: Mitleiden statt Schadenfreude!
Bibeltext

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