Jeremia 46 Ägypten ist keine Lösung

In einer langen Reihe von Gerichtsworten kommt bei Jeremia als erstes Ägypten dran. Das ist kein Zufall. Israel hat eine lange Geschichte mit Ägypten. Ägypten ist das Land der Gefangenschaft. Gott hat sein Volk daraus befreit und in das verheißene Land geführt. Schon auf dem Weg dorthin haben sich manche wieder zurück gesehnt nach den „Fleischtöpfen“ Ägyptens. Zur Zeit Jeremias suchen die Juden nun wieder Zuflucht in Ägypten. Schon vor der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier haben sie immer wieder Hoffnung, dass die Großmacht Ägypten die andere Großmacht Babylonien stoppt – eine vergebliche Hoffnung. Und nach der Katastrophe kehren die übrig gebliebenen Israeliten wieder nach Ägypten zurück – in das Land der Gefangenschaft.

Ägypten ist keine Lösung. Zurück in das Land der Gefangenschaft: das erscheint vielleicht bequem und sicher – aber es ist nicht Gottes Weg mit seinem Volk. „Zur Freiheit hat uns Christus berufen.“ (Gal.5,10)  Er möchte sie selbst in Gefahr beschützen, er möchte sie selbst führen, er möchte nicht, dass sie sich auf menschliche Hilfe verlassen. Wo ist mein Ägypten? Wo sind meine Abhängigkeiten und Bequemlichkeiten? Wo vertraue ich lieber auf menschliche Hilfe als auf Gott?
Bibeltext

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3 Gedanken zu „Jeremia 46 Ägypten ist keine Lösung“

  1. Aber Ägypten war auch oft eine Hilfe für Gott-ergebene-Menschen (zB: Josef und Brüder, Jesus und Eltern). Aber klar wären sie in dieser notwendigen Zwischenstadtion stehen geblieben hätten sie sich auf halben Weg eine Endstation ohne Gott gebaut.
    Übertragen auf uns, kann es also durch aus nötig sein mal in eine Bequemlichkeit zu fliehen um gestärkt mit Gott weiter ziehen zu können.
    Menschliche Hilfe wäre dann auch nur verkehrt wenn sie sich eben gegen das Wirken Gottes richtet, und so gesehen kann ich den Artikel zustimmen.

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