Jeremia 4, 5-18 Im Nachhinein

Tja, im Nachhinein ist man immer schlauer. Da gab es wohl damals genügend andere Propheten, die eine sehr viel angenehmere Botschaft hatten als Jeremia. Sie sagten dem Volk und den Herrschern: „Es wird Friede bei euch sein.“ (V.10) Jeremia sagte dagegen, dass Gott Unheil und Jammer bringen wird (V.6). Mhhmm… wem soll ich da jetzt eher glauben? Den zwanzig Propheten die Friede verkündigen oder dem einen, der „Unheil“ schreit? Das erste ist auf jeden Fall sehr viel bequemer…

Aber nicht immer hat die Mehrheit recht. Und auch wenn Gott ein Gott des Friedens ist, heißt das nicht dass immer alles friedlich ausgeht. Im Nachhinein wissen wir, dass Jeremia derjenige war, der wirklich recht hatte. Ich denke aber, dass auch die Menschen damals schon hätten erkennen können, dass die bequeme Botschaft der vielen Propheten irgendwo einen Haken hat. Haben sie im Ernst gedacht, sie könnten anderen Göttern nachlaufen und zugleich darauf zählen dass der wahre Gott sie schon nicht fallen lassen wird?

Kommt mir irgendwie bekannt vor diese Einstellung: Du kannst tun und lassen was du willst. Es ist völlig egal wie du lebst und was du glaubst. Der liebe Gott wird schon ein Auge zudrücken und Gnade vor Recht ergehen lassen. Im Nachhinein wird man schlauer sein – aber ich selbst ziehe es vor schon im Vorhinein schlauer zu sein und vertraue jetzt schon diesem Gott der Bibel.
Bibeltext

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