Jeremia 4, 19-31 Leiden am Unglauben

In zunehmendem Maße leidet Jeremia unter seiner Botschaft. Er ruft seine Landsleute eindringlich zur Umkehr auf, aber sie wollen einfach nicht hören. Jeremia wird immer klarer, dass es zur großen Katastrophe kommen wird: Juda wird erobert und zerstört werden. In diesen Versen beschreibt er diese Zerstörung, die er in einer Vision jetzt schon zu sehen bekommt.

„Wie ist mir so weh! Mein Herz pocht mir im Leibe und ich habe keine Ruhe.“ (V.19) Es zerreißt im förmlich das Herz. Jeremia ist kein unbeteiligter Zuschauer, sondern er liebt sein Volk und er leidet körperliche Schmerzen wegen ihres Unglaubens.

Es ist erschreckend, wie wenig Jeremia mit seiner Botschaft ausrichten kann. Und eigentlich wird hier nicht nur das Leiden Jeremias sichtbar, sondern dahinter steht auch das Leiden Gottes am Unglauben seines Volkes. Auch ihm zerreißt es das Herz! Aber alles Drohen und Warnen scheint nichts zu helfen. Die echte Umkehr bleibt eine Entscheidung des Menschen, die Gott nicht erzwingt – selbst wenn er an dieser fehlenden Umkehr leidet und verzweifelt.
Bibeltext

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.