Jeremia 38 Hörprobleme
von windhauch
Auch in diesem Kapitel wird noch mal die Zerrissenheit von König Zedekia deutlich. Einerseits lässt er zu, dass seine Oberen (seine Ratgeber und Minister) Jeremia in die Zisterne werfen (wo ihn der sichere Tod erwartet). Andererseits lässt er Jeremia dann heimlich aus der Zisterne retten. Er sucht auch noch einmal das Gespräch mit Jeremia und will hören, was Gott zu sagen hat. Aber er hört wieder nur die gleiche Botschaft, die ihm Jeremia schon zwei mal vorher gesagt hat: Wenn sich der König ergibt und in die Hände der Babylonier begibt, dann kommt er mit dem Leben davon und Jerusalem wird verschont.
Interessant wie Zedekia immer wieder zu Jeremia kommt und Gottes Wort hören möchte. Wahrscheinlich hofft er jedes mal, dass Jeremia etwas anderes und für ihn angenehmeres zu sagen hat. Diese Tendenz scheint in uns Menschen drin zu stecken. So wie ein Kind oft bei seinen Eltern nur das hört, was es hören will, so kommen wir oft zu Gott und sind nur offen und hörbereit für die Worte, die für uns angenehm sind. Wenn wir das nicht hören, schließen wir unsere Ohren und Herzen und fragen einfach von Neuem, was der Herr uns zu sagen hat.
“Herr, hilf mir Deine Stimme zu hören und ihr gehorsam zu sein.”
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