Jeremia 33, 14-26 Eine erfüllte Verheißung

Das hat sich so nicht erfüllt. Jeremia verheißt ganz konkret eine Zeit, in der ununterbrochen ein gerechter König auf dem Thron Israels sitzen wird und ununterbrochen levitische Priester die täglichen Opfer am Tempel darbringen wird. Nach der Rückkehr aus dem Exil gab es zwar Versuche, das davidische Königtum wieder her zu stellen und auch der Tempel wurde wieder aufgebaut, um darin Opfer bringen zu können – aber wir wissen heute, dass beides nicht sehr erfolgreich war.

Gott hat diese Verheißung auf einer ganz anderen Ebene wahr gemacht. Auf eine Weise, die unser menschliches Denken übersteigt. Ich denke auch Jeremia selbst hat eher mit einer wortwörtlichen Erfüllung dieser Verheißung gerechnet. Aber Gott hat einen anderen König und einen anderen Priester gesandt. Einen König, der bis heute ununterbrochen regiert und der mit seinem Opfer die tagtäglichen Opfer am Tempel überflüssig gemacht hat…

Wir sollten uns davor hüten, Gottes Verheißung zu eng in unsere menschlichen Vorstellungen ein zu pressen. Gott erfüllt seine Verheißungen. Aber diese Erfüllung sieht manchmal ganz anders aus, als wir uns das vorstellen.
Bibeltext

Bewerte diesen Artikel

Ein Gedanke zu „Jeremia 33, 14-26 Eine erfüllte Verheißung“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.