Jeremia 32 Das Ende ist der Neuanfang

Das scheint nicht so besonders weise und diplomatisch zu sein: Da steht der große, übermächtige Feind vor den Toren der heiligen Stadt Jerusalem und anstatt den Menschen Mut und Hoffnung zu geben sagt Jeremia: „So spricht der Herr: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hände des Königs von Babel und er soll sie erobern.“ (V.4) Die logische Konsequenz ist, dass Jeremia verhaftet und in den Kerker gesteckt wird. Mit seiner Botschaft verdirbt er ja völlig die Widerstandsmoral der Jerusalemer.

Aber Jeremia macht auf einer anderen Ebene Hoffnung. Er kauft gerade in dieser schwierigen Zeit, in welcher der völlige Untergang Judas droht einen Acker! Auch das erscheint nicht besonders schlau und geschickt. Aber es ist ein Zeichen der Hoffnung: Nach dem Ende mit Schrecken wird es einen Neuanfang geben, nach dem Unheil sollen in diesem Land wieder Äcker gekauft werden (V.42f). In meiner Stuttgarter Erklärungsbibel ist das sehr schön auf den Punkt gebracht: „Das Volk denkt angesichts der Belagerer an das Ende, Gott spricht bereits vom neuen Anfang.“

Vielleicht trifft das auch in unserem Leben manchmal zu: Was uns wie das Ende erscheint, ist in Wahrheit ein neuer Anfang von Gott her…
Bibeltext

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