Jeremia 30, 12-24 Wundenwunder

Ähnliches wie in den vorausgegangenen Versen formuliert hier Jeremia noch einmal viel drastischer: Gott hat Israel nicht nur „in Maßen“ (V.11) gezüchtigt, sondern Gott sagt: „Ich habe dich geschlagen wie einen Feind mit unbarmherziger Züchtigung um deiner großen Schuld und um deiner vielen Sünden willen.“ (V.14) Durch unsere Sünden wird Gott für uns zum Feind, es ist alles verloren, niemand kann mehr helfen: „Dein Schaden ist verzweifelt böse, und deine Wunden sind unheilbar.“ (V.12) Das war die Situation Israels und nach dem Neuen Testament (z.B. Röm.3,22f) ist das die Situation jedes Menschen: Unheilbar! Verzweifelt böse! Keine Rettung! Das ist dann eigentlich der Schlusspunkt: Es ist aus und vorbei!

Aber bei Gott geschieht das unfassbare Wunder: „Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen.“ (V.17) Gott ist größer und stärker als die Ausweglosigkeit und die Hilflosigkeit. Wo es nicht mehr weiter geht, da eröffnet Gott einen neuen Horizont.

Auf einer anderen Ebene haben mich diese Verse bei meiner Krankheitsgeschichte der letzten Monate bewegt. Ich durfte mein persönliches Wundenwunder erleben. Am 11. März waren die V.12 und 17 die Tageslosung. Mit meinem Tumor im Kopf habe ich mich genau so gefühlt: „Dein Schaden ist verzweifelt böse, und deine Wunden sind unheilbar.“ Doch Gott sagt: „Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen.“ Danke! Danke! Danke!Bibeltext

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