Jeremia 25, 15-38 Gericht über die Anderen

Jeremia droht Gericht an – und zwar über alle Völker. Auffallend ist, dass die Aufzählung der Völker mit Jerusalem beginnt, der Stadt, die nach Gott Namen genannt ist (V.26). Wenn ein Israelit damals gehört hat, dass Gott über die Völker richten wird, dann wird er sofort zugestimmt haben und dabei an alle anderen Völker gedachte haben – außer an Israel, das ja Gottes auserwähltes Volk ist. Gott sagt: „Nein, eure Erwählung schützt euch nicht vor meinem Zorn. Im Gegenteil, als Gottes Volk steht ihr besonders in der Verpflichtung, als Gottes Volk werdet ihr als erstes gerichtet!“

Was muss das für ein Schock gewesen sein, als die Israeliten erkannt haben, dass diese Worte keine erfundenen Worte eines depressiven und enttäuschten Propheten waren, sondern wirklich Gottes Wort. Der Gott, der uns in Liebe erwählt hat, wendet sich mit seinem Zorn als erstes gegen uns?!

Auch heute noch ist die Botschaft von Gottes Gericht und seinem Zorn über die Sünde sehr viel erträglicher und einfacher, wenn es die anderen betrifft. Damit kann man leben. Aber es betrifft auch mich – und ohne Jesus Christus habe ich keine Chance dem Zorn Gottes zu entgehen.
Bibeltext

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