Jeremia 19, 1-15 Zerbrochenes Herz

Dieser Abschnitt schließt ganz gut an den Text von gestern an (Jer.18,1-17).  Dazwischen finden wir noch einige Verse (Jer.18,18-23), in denen ein frustrierter Jeremia Gott bittet, seine Feinde zu bestrafen. Find ich gut, dass die Bibel nicht peinlich berührt über diese ganz menschlichen Rachegefühle des Jeremia schweigt…

Auch in diesem Abschnitt heute geht es um Ton, Töpfer und Tongefäße. Aber im Unterschied zu gestern, ist der Ton nicht mehr weich und formbar, sondern schon hart und fest. Wenn nun dieses Tongefäß nicht den Vorstellungen Gottes entspricht, so kann er es nicht mehr neu formen. Es bleibt nur noch die Zerstörung. Jeremia vollzieht vor den Augen der Ältesten dieses Zerschmettern eines Tonkruges als Zeichen des Gerichts über das Volk.

Diese beiden Abschnitte im Vergleich zeigen sehr schön, was Verhärtung (oder biblisch gesprochen: Verstockung) bedeutet. Menschen, die sich von Gott abwenden, sind am Anfang noch weich und formbar. Sie können sich ändern, sie können sich Gott wieder zuwenden. Doch irgendwann sind sie in ihrer Ablehnung zu Gott so verhärtet, dass sie sich nicht mehr ändern können und es auch gar nicht mehr wollen. Das ist dann Verstockung.

Ich bitte Gott um ein weiches Herz, das sich von ihm formen lässt. Ich möchte kein hartes Herz haben, bei dem Veränderung nur möglich ist, wenn Gott etwas zerbricht. Die letzte Konsequenz eines harten Herzens gegenüber Gott ist ein zerbrochenes Herz.
Bibeltext

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