Jeremia 13, 12-27 Die Droge des Bösen

von windhauch

In diesem Abschnitt taucht ein ähnlicher Gedanke auf, wie schon in Jer. 9,1-10: “Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken? So wenig könnt auch ihr Gutes tun, die ihr ans Böse gewöhnt seid.” (V.23) Wer Böses tut, der gewöhnt sich irgendwann so sehr daran, dass er gar nicht mehr anders handeln kann. Der Unterschied zu einem “Mohren” oder einem Panther ist der: Sie werden so geboren und haben gar keine Wahl – der Mensch dagegen kann sich für Gut oder Böse entscheiden. Wenn er sich jedoch ständig für das Böse entscheidet, ist er irgendwann so verstrickt ins Böse, dass er selbst wenn er es will, nicht mehr heraus kommt.

Das ist ähnlich wie bei einer Sucht. Am Anfang kann man sich noch für oder gegen eine bestimmte Droge entscheiden. Wenn man Drogen nimmt, dann kommt irgendwann der Punkt, wo man nicht mehr davon weg kommt. Selbst wenn man aufhören will, ist man doch ein Gefangener seiner Sucht. Das Böse ist wie eine Droge, von der man sich irgendwann nicht mehr alleine befreien kann.

Ich kenn mich nicht besonders aus beim Drogenentzug. Aber so viel ich weiß ist der erste wichtige Schritt um “clean” zu werden, dass man seine eigene Lage erkennt, dass man erkennt dass man Hilfe braucht. Solange jemand meint, er komme schon irgendwie klar damit und er habe seinen Umgang mit Drogen selbst im Griff, solange hat er keine Chance frei zu werden. Vom Bösen frei werden wir nicht durch gute Vorsätze, sondern nur wenn wir erkennen, dass wir Hilfe brauchen…
Bibeltext

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