Jeremia 10, 1-16 Vogelscheuchenbauer

Nicht gerade zimperlich geht Jeremia mit den Göttern anderer Völker um. Sie „sind alle nichts“ (V.3) und sie „sind ja nichts als Vogelscheuchen im Gurkenfeld.“ (V.5) Was für ein krasser Vergleich! Nicht gerade geeignet, um im interreligiösen Dialog Verständnis füreinander zu wecken. 😉 Aber darum geht’s Jeremia ja auch gar nicht. Es geht Jeremia darum, dass seine Zuhörer überlegen, auf was sie ihr Leben aufbauen: Auf stumme Vogelscheuchen oder auf den lebendigen Gott?

Was trägt wirklich? Was zählt im Leben? Ich möchte kein solch Vogelscheuchenbauer sein, der meint mit seiner selbst zusammen gezimmerten Religion könnte er selig werden. Ich möchte mich nicht mit einem menschlich zusammen gebauten „Sinn des Lebens“ zufrieden geben, sondern ich möchte dem Leben selbst begegnen. Ich möchte Gott selbst erleben, seine Worte hören, sein Wirken sehen. Auch wenn das oft nicht so greifbar und offensichtlich ist, wie eine schöne handliche Vogelscheuche, die man sich in den Vorgarten stellen kann…
Bibeltext

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