Jakobs Hüfte und mein Fuß

Heute morgen hatte ich ein kurzes Gespräch, das mich berührt hat. Jemand hat sich nach meiner Gesundheit erkundigt und ich hab ihm erzählt, dass auf den letzten Aufnahmen von meinem Kopf keine neuen Hinweise auf eine Rückkehr des Gehirntumors zu sehen waren. Ich habe dann auch erzählt, dass mein Fuß sich trotzdem noch taub anfühlt und dass das vielleicht gar nicht mehr ganz weg gehen wird.

Darauf meinte mein Gegenüber: „Das ist so wie bei Jakob. Der hatte nach seinem Kampf mit Gott auch für den Rest seines Lebens gehinkt.“ Nun empfand ich meine Erkrankung nicht als Kampf mit Gott, sondern eher als ein getragen werden von Gott. Und ich hinke auch nicht, sondern bin nur ein klein wenig eingeschränkt. Aber den Gedanken fand ich toll, dass dieses taube Gefühl im Fuß mir von Gott als Erinnerung gegeben wurde. Als Erinnerung daran, was ich durchgemacht habe und wie Gott mir geholfen hat. Nicht als eine Einschränkung, die mich nervt, sondern als eine Auszeichnung, die mich ehrt. Auf die Idee das so zu sehen oder meinen Fuß mit der Hüfte Jakobs in Verbindung zu bringen, bin ich noch nie gekommen. Aber es ist ein schöner und tröstlicher Gedanke. 🙂

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3 Gedanken zu „Jakobs Hüfte und mein Fuß“

  1. … was mich wiederum an die Perelandra Triologie von C.S.Lewis erinnert. Der Hauptcharakter „Ransom“ wurde da auch von einen Stellvertreter des Bösen in die Ferse gebissen und er lies diese Wunde nicht heilen sondern sah diese Verletzung als Bürde an die er mit Würde und im Andenken an Gottes Hilfe trug.

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