Hesekiel 45 Gottesdienst und Menschendienst
von windhauch
Erstaunlich, dass beim Priester Hesekiel, dem soviel am Tempel, dem rechten Opferdienst, der korrekten Ausführung aller religiösen Pflichten liegt, zwischendurch auch die soziale Dimension des Glaubens auftaucht. In dieser Vision des idealen Tempels taucht auch der Fürst auf (der betont nicht König genannt wird, weil Hesekiel das Königtum in Israel als gescheitert ansieht), der nicht nur für den rechten Opferdienst zu sorgen hat (V.13-25), sondern auch zur sozialen Gerechtigkeit gegenüber seinem Volk aufgefordert wird (V.9-12).
Selbst bei Hesekiel wird deutlich, dass Gottesdienst nicht nur auf Gott ausgerichtet ist, sondern dass der richtige Gottesdienst auch das Wohl des Nächsten im Blick hat. Gottesliebe ohne Nächstenliebe geht auch bei Hesekiel nicht. Das sollten auch wir nicht vergessen: wer sich wirklich Gott ganz hingeben will, muss sich auch um die Nöte seiner Mitmenschen kümmern.


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