Hesekiel 44 Rein und unrein

Hesekiels Vision vom zukünftigen Tempel bleibt ganz in seiner priesterlichen Welt. Vollendung bedeutet für ihn: vollkommener Opferdienst von absolut reinen Priestern in einem perfekten Heiligtum. Auch in diesem Kapitel trennt er streng zwischen dem reinen Bereich, der mit dem Heiligen in Berührung kommt und dem profanen Bereich, der mit unserer normalen irdischen Welt in Berührung kommt. Die Priester müssen streng darauf achten, dass beide Bereiche nicht vermischt werden.

Wie anders lebt und handelt Jesus: Er wird im Hebräerbrief als der eine Hohepriester bezeichnet. Aber er blieb nicht im absolut reinen und heiligen himmlischen Bereich, sondern er wurde vergängliches Fleisch. Er hat sich nicht im Heiligtum aufgehalten oder in der Abgeschiedenheit der Wüste, sondern er ging mitten unter die Menschen. Er hat sich nicht von Kranken und Sündern ferngehalten, sondern feierte mit Zöllnern und Huren. Er hat nicht versucht, die Reinheit des Heiligen durch Abschottung zu bewahren, sondern er hat das Unreine durch seine Gegenwart gereinigt.

| Bibeltext |

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