Hesekiel 40 Tempelvision

In den folgenden Kapiteln finden wir die ausführlichste Vision des Hesekiel. Gott zeigt ihm die Vision des zukünftigen Tempels. Nicht mal nur so kurz im Überblick, sondern bis ins kleinste Detail und mit genauen Maßangaben beschreibt Hesekiel nun den Tempelbezirk. In Kapitel 40 geht es los mit den Außenmauern um den äußeren Vorhof und um den inneren Vorhof.

Für uns heute ist das alles ziemlich fremd. Warum ist es wichtig, wie dick die Mauern dieses visionären Tempelbezirks sind und wie die Tore aufgebaut sind? Aber ich kann mir vorstellen, dass dem Hesekiel bei dieser Vision das Herz aufgegangen ist. Sein Vater war Priester, er selbst war Priester. Seine Lebensaufgabe war eigentlich im Tempel in Jerusalem Gott zu dienen. Und jetzt ist er seit 25 Jahren im Exil im Babylon, weit entfernt von Jerusalem. Der Tempel in Jerusalem ist seit 14 Jahren zerstört. Diese Vision muss ihn tief im Innersten berührt haben. Die genaue Ordnung des Tempelaufbaus mit den Maßangaben war Balsam für seine Seele. Ein Gegenstück zu dem Chaos, das er seit 25 Jahren erlebt.

Für Hesekiel damals also eine durchaus angebrachte Vision von einer geordneten und heilen Zukunft mit Gott. Für uns heute müssten die Visionen wohl anders aussehen…

| Bibeltext |

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