Hesekiel 33, 10-20 Die Füße des Glaubens

Zwei Stellen sind mir in diesem Text aufgefallen. Zum einen, dass der Glaube (und Unglaube) mit einem Weg verglichen wird: „So kehrt nun um von euren bösen Wegen.“ (V.11) Wieder einmal wird deutlich: Glaube ist nicht nur eine Sache des Kopfes, oder des Herzens, sondern auch eine Sache der Hände und Füße. Es gibt so manche Christen, die von ihrer absolut richtigen Theologie und Vorstellung von Gott unterwegs sind und andere mit ihrer Rechtgläubigkeit erschlagen wollen (v.a. im Internet, weil man da schön anonym dem anderen seine theologischen Erkenntnisse um die Ohren schlagen kann). Und es gibt so manche Christen, die mit vollen Herzen und Eifer bei der Sache sind und die andere mit ihrer Begeisterung einfach überrollen. Aber es gehört eben nicht nur der Kopf und das Herz zum rechten Glauben, sondern auch die Füße, das rechte Handeln. Und da will ich nicht nur über andere lästern, sondern muss selbst zugeben: das ist oft das Schwierigste!

Der andere Vers, der mich berührt hat: „Aber dein Volk spricht: ‚Der Herr handelt nicht recht‘, während doch sie nicht recht handeln.“ (V.17) Der typisch menschliche Hochmut und die typisch menschliche Verkennung der Realität: Gott wird angeklagt, obwohl der Mensch sich eigentlich selbst anklagen müsste!

| Bibeltext |

 

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