Hesekiel 10 Gottes Thron ist nicht fest geschraubt

In seiner Vision vom Tempel in Jerusalem sieht Hesekiel wieder die göttliche Herrlichkeit. Er sieht den Thronwagen Gottes, der von vier Engelsgestalten getragen wird. Genauso wie zu Beginn des Buches, als er die Vision am Fluss Kebar in Babylonien hat. Schon das macht deutlich, dass Gottes Gegenwart nicht an einen bestimmten Ort (wie z.B. den Tempel in Jerusalem) gebunden ist. Er ist in Babylonien genauso gegenwärtig, wie in Jerusalem. Der Thronwagen macht auch deutlich, dass Gottes Herrlichkeit beweglich ist. Der Thron Gottes ist nicht im Tempel fest geschraubt.

Das tragische an dieser zweiten Vision ist, dass Gottes Herrlichkeit sich aufmacht, den Tempel zu verlassen. Trotz all dem Götzendienst im Tempel war er auch in Jerusalem gegenwärtig. Aber wenn sich die Menschen dauerhaft von ihm abwenden, dann wendet er sich auch von ihnen ab. Hier in der Vision wird auf andere Weise verdeutlicht, dass Gott sein Angesicht abwendet. Es geht nicht um willkürliche Strafe eines beleidigten Gottes, sondern um die Konsequenzen des menschlichen Unglaubens. Wenn der Mensch ohne Gott leben will, dann darf er das.

| Bibeltext |

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.