Hebräer 9, 15-28 Die Besiegelung eines Neuen Bundes

Mit dem Text konnte ich heute morgen beim Lesen zunächst nicht so viel anfangen. Vor allem die Verbindung von Testament, Bundesschluss und Blut war mir ziemlich fremd. Das klingt alles ziemlich alttestamentlich und kultisch – weit weg von unserer heutigen Zeit. Danach hatte ich bei einer älteren Frau einen Besuch gemacht. Sie erzählte mir, dass sie gestern Abend in ihrer Bibel von der Einsetzung des Abendmahls gelesen habe. „Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.“  (Mt. 26,28) Da ist es mir plötzlich klar geworden: Diese Verbindung von Bundesschluss und Blut ist keine Erfindung des Hebräerbriefes, sondern schon Jesus selbst hat seinen Tod so gedeutet. Mit seinem Blut schließt Gott einen neuen Bund. Durch sein Blut ist Vergebung möglich.

Schön, wenn man sich beim Bibellesen so ergänzen kann – obwohl es von der Frau ja gar nicht beabsichtigt war. Bewegend war für mich auch, dass die Frau erzählt hat, dass sie beim Bibellesen immer noch Neues entdecken kann. Sie kann nicht mehr aus dem Haus und daher auch keine Gottesdienste mehr besuchen. Aber beim Bibellesen und Beten kann sie ihrem Herrn trotzdem sehr nahe kommen. Obwohl sie schon ein Leben lang regelmäßig Bibel liest, hab ich ihr die Begeisterung für dieses Buch richtig abgespürt…

| Bibeltext |

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