Hebräer 9, 1-15 Barrierefreier Zugang

Der Hebräerbrief stellt dem irdischen Heiligtum (V.1) Christus als den Hohenpriester der größeren und vollkommeneren Stiftshütte (V.11) gegenüber. In der irdischen Stiftshütte, und in der Nachfolge auch im irdischen Tempel in Jerusalem, gab es das Allerheilgste, dass selbst der Hohepriester nur einmal im Jahr betreten durfte. Vorher musste er ein Opfer bringen für die eigenen Sünden und die des Volkes. Der Zugang zu Gott war also streng begrenzt. Die Kluft zwischen uns sündigen Menschen und dem heiligen Gott ist so groß, dass selbst der Hohepriester nur einmal im Jahr Zugang zum Allerheiligsten hatte. Dabei wurde das Allerheiligste nicht einmal als Ort der unmittelbaren Gegenwart Gottes gesehen, sondern die Bundeslade im Allerheiligsten lediglich als Fußschemel des viel größeren, alles irdische übersteigenden göttlichen Thrones gedacht.

Für den Hebräerbrief ist die irdische Stiftshütte nur eine Abbild der vollkommenen Stiftshütte. In diese ist Christus als Hohepriester eingegangen und hat ein für alle mal eine ewige Erlösung erworben (V.12). Das was in der irdischen Stiftshütte nur ansatzweise geschehen konnte, hat Christus letzt-gültig umgesetzt. Es braucht daher keine irdische Stiftshütte, kein Tempel und keine Opfer mehr. Die Erlösung, die Jesus Christus erwirkt hat, gilt für alle Ewigkeit, der Zugang zu Gott ist frei – nicht nur für den Hohepriester, sondern auch für mich.

| Bibeltext |

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