Hebräer 4, 1-13 Himmlische Ruhe

Der Hebräerbrief hat ein ganz eigenes Bild für Gottes Vollendung der Schöpfung. Er spricht nicht vom Reich Gottes, vom ewigen Leben oder vom Himmel, sondern er verwendet den Begriff „Ruhe“. So wie Gott am siebten Schöpfungstag geruht hat, so wird am Ende seine ganze Schöpfung zu einer göttlichen Ruhe finden.

Mir gefällt dieses Bild. Unsere Welt ist so unruhig und ich sehne mich so manches mal nach einer endgültigen himmlischen Ruhe. Mir fällt dazu das bekannte Zitat von Augustinus ein: „Unser Herz ist unruhig in uns, bis es Ruhe findet in dir.“ Ja, so ist es. Mir fällt dazu auch die Liedzeile ein: „Herr, ich suche deine Ruhe, fern vom Getöse dieser Welt.“ Ja, es gibt so viel Getöse in unserer Welt – auch in unserer frommen Welt.

Beim Bild der Ruhe gefällt mir auch, dass es kein rein zukünftiges Bild ist. Wenn wir Gott nahe sind, dann können wir jetzt schon eine Ahnung dieser endgültigen Ruhe und dieses endgültigen Friedens haben. Das ist ähnlich wie mit dem gegenwärtigen und zukünftigen Reich Gottes. In Jesus Christus hat dieses Reich Gottes schon angefangen. Wir gehören jetzt schon zum Herrschaftsbereich Gottes. Aber die endgültige Vollendung steht noch aus. So auch die himmlische Ruhe: sie fängt jetzt schon in unseren Herzen an, aber die Vollendung steht noch aus. Ich freu mich schon darauf.

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.