Hebräer 2, 1-9 Getriebene

Die Formulierung in V.1 finde ich (in der Lutherübersetzung) sehr gelungen: „Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.“ Das war wohl schon für manche Christen damals eine Gefahr: dass sie sich treiben lassen, dass sie sich nicht fest und entschieden genug an der Botschaft Jesu Christi festgehalten haben, sondern sich von anderen Dingen, von der Strömung der Zeit und der eigenen Bequemlichkeit treiben ließen.

Ich empfinde mich selbst oft auch als Getriebener. Da gibt es so viele Dinge und Gegebenheiten, die nicht ich im Griff habe, sondern die mich im Griff haben. Es kostet so viel Kraft gegen den Strom zu schwimmen anstatt sich einfach treiben zu lassen.

Warum ist das im Glauben so schwierig? Der Hebräerbrief formuliert es so: Weil wir jetzt noch nicht sehen, dass Jesus Christus alles untertan ist (V.8b). Noch ist es verborgen, wer Jesus Christus wirklich ist. Noch ist es nicht für alle offensichtlich, auch für uns Christen oft nicht. Es ist einfacher, sich von den sichtbaren Dingen treiben zu lassen, als sich am Unsichtbaren festzuhalten…

| Bibeltext |

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