Hebräer 13, 1-8 Wissen heißt noch lange nicht tun

Nachdem der Hebräerbrief seine Hauptgedanken abgeschlossen hat, folgen noch einige konkrete Ermahnungen. Das scheint immer wieder nötig zu sein, denn in vielen anderen Briefen finden sich ähnliche Zusammenstellungen von konkreten Hinweisen. Dabei weiß doch jeder Leser schon, dass es z.B. wichtig ist, in der „brüderlichen Liebe“ (V.1) zu bleiben. Aber es ist bei uns wohl ähnlich, wie in der Kindererziehung. Vieles wissen die Kinder ganz genau. Und trotzdem muss man es ihnen immer wieder neu sagen und sie daran erinnern, sich auch daran zu halten.

Mich hat bei diesen Ermahnungen vor allem V.5 angesprochen: „Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist.“ Vor kurzem habe ich eine Predigt darüber gehalten, dass uns Geld nicht glücklich macht. Wir wissen das eigentlich alle, aber viel zu handeln wir anders. Wir lassen uns im praktischen Leben und Denken dann doch vom Geld bestimmen. Wir träumen dann doch immer wieder davon, was wir alles tun könnten, wenn wir mehr Geld hätten. Dabei ist es fast egal, wie viel Geld wir tatsächlich haben. Man hat immer das Gefühl, ein bisschen mehr könnte es doch noch sein. Interessant fand ich dazu einen Satz aus der Stuttgarter Erklärungsbibel zu diesem Text: „Geldgier ist ein Zeichen von Misstrauen gegenüber Gott.“ Das zu wissen heißt noch lange nicht, dass wir auch danach leben. Von daher sind solche Erinnerungen immer wieder gut.

| Bibeltext |

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