Genesis 12, 1-4 – Glaube heißt Unterwegssein

Glauben heißt: „Unterwegs-Sein“. Diesen Schluss zieht Klaus Douglass aus der Abrahams-Geschichte (S.84). Glaube ist nicht nur eine Sache des Kopfes, sondern der Füße. Glauben ist nicht ein Zufrieden-Sein mit dem Ist-Zustand, sondern das Gehen auf ein Ziel hin. Glaube lebt, wächst, bewegt und verändert sich. Und natürlich darf dann in diesem Zusammenhang auch ein kleiner Seitenhieb auf die Institution Kirche nicht fehlen: Dass aus einer Bewegung eine Instituion geworden ist, hat der Christenheit nicht gut getan (S.84).

Ich stimme dem allem völlig zu und ich finde es toll, wie er das beschreibt und wie er Mut dazu macht, die Komfortzone zu verlassen und mehr zu wagen (bzw. mehr zu vertrauen: Vertrautes hinter sich zu lassen und statt dessen sich auf Gottes Wort verlassen). Aber ist das alles? Können wir im Glauben nicht auch mal irgendwo ankommen, anstatt immer nur unterwegs zu sein? Ist Glaube nicht auch Heimat finden, anstatt immer nur „heimatlos“ auf dem Weg zu sein? Ich möcht auch gern mal ankommen und Ruhe finden, anstatt immer nur von einer besseren Zukunft zu träumen und dieser besseren Zukunft hinterher zu rennen.

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