Galater 6, 11-18 Sterben und Auferstehen

Am Schluss des Briefes greift Paulus selbst zum Stift (d.h. dass er vorher einem Schreiber diktiert hatte). Dadurch macht er deutlich, dass er in diesem Schlussabschnitt noch einmal betont das für ihn Wichtigste zusammenfasst. Er wendet sich gegen diejenigen, welche die Beschneidung fordern. Von seiner eigenen Botschaft hebt er zwei Dinge hervor: das Kreuz und die neue Kreatur (V.14f). Das ist für ihn das Zentrum des Evangeliums. Der Tod und die Auferstehung von Jesu Christi. Aber nicht als Ereignisse unabhängig von mir, sondern als Ereignisse, die jeden Christen unmittelbar angehen. Mit und in Christus sind wir der Welt gestorben und mit und in Christus sind wir eine neue Kreatur.

Das Entscheidende sind nicht irgendwelche äußere Riten (wie die Beschneidung), sondern das Sterben und Auferstehen mit Christus. Das bequeme bei allen äußerlichen Handlungen ist ja, dass sie sichtbar und überprüfbar sind. Man lässt sich beschneiden und damit ist für einen selbst und für andere klar, dass man die Forderung erfüllt hat. Aber wie sieht konkret das Sterben und Auferstehen mit Christus aus? Was heißt es konkret, dass ich der Welt gekreuzigt bin, obwohl ich doch jede Sekunde noch die Luft dieser Welt ein- und ausatme? Was heißt es, eine neue Kreatur zu sein, obwohl ich doch genauso aus Fleisch und Blut bestehe, wie die „alte Kreatur“?

| Bibeltext |

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