Galater 1, 1-5 Jesus allein

Der übliche Briefeingang mit Absender, Adressat und Gruß. Die Adressaten sind nicht die Christen einer einzelnen Gemeinde, sondern Christen in verschiedenen Gemeinden einer bestimmten Gegend. Diese Gegend Galatien liegt da, wo heute Ankara liegt.

Der Friedensgruß kann bei Paulus unterschiedlich aussehen, mal knapper (z.B. 1. und 2. Korintherbrief) mal ausführlicher (z.B. Römerbrief). Bei den Galatern deutet er schon in diesem Gruß ein wichtiges Thema an: Jesus hat sich für uns dahingegeben, um uns von der bösen Welt (vom griechischen her genauer: „Weltzeit“) zu erretten. Damit ist implizit schon gesagt: Nicht wir erretten uns selbst durch die Befolgung bestimmter Vorschriften, sondern Jesus rettet uns. Nicht weil wir selbst uns von dieser bösen Welt so gut abgrenzen sind wir errettet, sondern weil Jesus uns heraus reißt.

Der Galaterbrief ist ein sehr leidenschaftlicher Brief, in dem Paulus sehr deutlich für die Gerechtigkeit allein aus Glauben kämpft. Es gab wohl einige Irrlehrer in Galatien, die den Christen weismachen wollten, dass man bestimmte alttestamentliche Vorschriften (wie die Beschneidung) unbedingt befolgen muss, um errettet zu werden. Paulus sagt dagegen klar: Neben dem Glauben an Jesus Christus ist nichts nötig. Jesus hat dich errettet – niemand sonst!

| Bibeltext |

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