Feuer des Herrn

Trotz Aprilwetter am 1. Mai waren wir unterwegs, haben Sonne genossen und Regen erduldet und haben auch gegrillt. Für die richtige Glut sorgte ein großes, heißes, loderndes und knisterndes Feuer. So ein bisschen Regen dazwischen konnte den Flammen nichts ausmachen. Selbst in zwei Metern Abstand spürte man die Hitze des Feuers. Kraftvoll, zerstörerisch, alles verzehrend. Nur mit genügend Distanz zu ertragen. Nur mit Distanz angenehm wärmend und romantisch…

Feuer

Ich musste an das Lied „Reinige mein Herz“ denken. Ein schönes Lobpreislied mit eingängiger Melodie: „Reinige mein Herz, mach mich rein wie Gold in deinem Feuer.
Reinige mein Herz, mach mich rein wie Gold, pures Gold.
Feuer des Herrn, danach verlangt mein Herz.
Mach mich ganz heilig, dir allein will ich dienen,
Herr, mach mich rein, heilig, dir allein will ich dienen, mein Meister,
und deinen Willen tun.“

Wenn man wirklich am Feuer steht, die unglaubliche Hitze erlebt, das Lodern der Flammen sieht, dann kann man dieses Lied eigentlich nicht mehr so ruhig und bequem singen. Um ehrlich zu sein: Mein Herz verlangt nicht danach, vom Feuer des Herrn gereinigt zu werden. Mein Herz hat Angst davor. Angst vor dem Schmerz, Angst vor dem Verlust, Angst davor selbst mit zu verbrennen.

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