Exodus 8, 12-28 Eigentlich

Eigentlich ist die Sache gelaufen: Die ägyptischen Zauberer können nicht mehr mithalten (V.14) und der Pharao ist bereit, die Israeliten zum Opferfest in die Wüste ziehen zu lassen. Er bittet Mose und Aaron sogar darum, dass sie für ihn beten sollen (V.24)! Aber jetzt beginnt erst die wirkliche Dramatik dieser Geschichte, die wirkliche Dramatik von Verstockung!

Sobald es dem Pharao wieder besser geht, überlegt er es sich anders und lässt das Volk doch nicht ziehen (V.28). In diesem Abschnitt ist sehr schön zu beobachten, dass dies nicht nur ein Entschluss des Pharaos ist (V.28: „Aber der Pharao verhärtete sein Herz“), sondern dass Gott auch zu dieser Verstockung beiträgt (V.15: „Aber das Herz des Pharao wurde verstockt“).

Das ist bis heute ein dramatisches Geschehen: Wenn Menschen in der Not oder durch besondere Erlebnisse eigentlich kapieren, dass Gott existiert und dass er etwas von ihnen will. Sie erkennen eigentlich, wer Gott ist und dass sie etwas ändern müssen, dass sie sich Gott zuwenden müssen. Aber sobald es ihnen wieder besser geht oder andere Dinge wieder wichtig werden, verlieren sie Gott aus den Augen. Unglaublich. Tragisch. Traurig. Wie beim Pharao: er hat es eigentlich kapiert, aber er schafft es irgendwie nicht, diese Erkenntnis auch umzusetzen und zu leben.

| Bibeltext |

Bewerte diesen Artikel

Ein Gedanke zu „Exodus 8, 12-28 Eigentlich“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.