Exodus 7, 1-13 Zeichen und Wunder überzeugen nicht

Schon bei diesem ersten Wunder wird deutlich, dass es nicht nur um das verstockte Herz des Pharaos geht, sondern auch um eine Machtprobe zwischen dem biblischen Gott und den Göttern der Ägypter: „Die Ägypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin.“ (V.5) Dieses erste Wunder läuft wie ein Wettstreit ab: Aaron verwandelt einen Stab zu einer Schlange und die ägyptischen Zauberer tun genau dasselbe!

Diese Geschichte und die folgenden Kapitel zeigen, dass es gar nicht so einfach ist, die Ägypter davon zu überzeugen, wer der wahre Gott ist. Trotz all der Zeichen und Wunder gelingt zwar den Israeliten irgendwann die Flucht, aber die Ägypter sind am Ende noch immer nicht vom Gott der Bibel überzeugt.

Da zeigt sich die Ambivalenz von Zeichen und Wundern: Sie können Gottes Macht unterstreichen und bestätigen – aber jemand, der nicht an diesen Gott glauben will, den können auch die größten Wunder nicht vom Glauben überzeugen.

Vor ein paar Tagen habe ich von einem Zweifler und Suchenden gehört, der sagt: „Ich könnte erst an diesen Jesus Christus glauben, wenn er leibhaftig vor mir stehen würde.“ Ich vermute mal: Selbst wenn das geschehen würde, wäre der Zweifler nicht zwangsläufig davon überzeugt. Er würde sich vielleicht im Nachhinein diese Erscheinung psychologisch als Einbildung erklären oder sonst eine Möglichkeit finden, das Erlebte zu verdrängen… Letztendlich überzeugen nicht Zeichen und Wunder das Herz eines Menschen, sondern nur Gott selbst.

| Bibeltext |

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