Exodus 6 Wenn uns der Atem ausgeht

Nachdem Mose ein bisschen rumgejammert hat, folgen noch einmal großartige Verheißungen Gottes. Er unterstreicht noch einmal die besondere Bedeutung seiner Namensoffenbarung, er versichert Mose, dass er das Klagen und Leiden seines Volkes gesehen hat und dass er sie befreien wird. Er bestätigt, dass das Volk Israel sein besonders auserwähltes Volk ist und dass er es in das verheißene Land führen wird. Besonders gefallen hat mir auch die Verheißung, dass er die Israeliten erlösen wird. Vom Wortursprung her bedeutet „erlösen“ das Freikaufen von Sklaven. Mir ist dabei Jesus eingefallen, der uns durch seinen Tod freigekauft hat von der Sklaverei des Sünde.

Und wie reagiert das Volk auf diese großartigen Verheißungen? „Aber sie hörten nicht auf ihn vor Kleinmut und harter Arbeit.“ (V.9) Das war kein böswilliger Unglaube, sondern sie waren einfach brotfertig von der harten Arbeit. Was Luther mit Kleinmut übersetzt, bedeutet vom hebräischen her eigentlich „Kurzheit des Atems“. Ihnen ging die Luft aus! Sie konnten nicht mehr! Die großartigen Verheißungen kamen bei ihnen gar nicht mehr an, weil sie so erschöpft waren. Dementsprechend ist auch Mose nicht gerade zuversichtlich: Wenn schon das eigene Volk nicht auf ihn hören will, wie dann erst der ägyptische Pharao? (V.12)

Rein menschlich gesehen haben die tollen Verheißungen jetzt keine Wirkung mehr. Rein menschlich gesehen ist der große Traum der Freiheit ausgeträumt. Rein menschlich gesehen ist damit schon alles vorbei. Aber es gibt da ja noch Gott! Wenn uns der Atem ausgeht, so ist er doch da und bringt seinen Willen zum Ziel!

| Bibeltext |

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