Exodus 5, 18-31 Rätselhafter Gott

Hier wird zum ersten mal ein Thema angeschnitten, das die nächsten Kapitel bestimmt: die Verstockung des Pharao. Von Anfang an sagt Gott: „Ich aber will sein Herz verstocken.“ (V.21) Na toll!?! Wär es nicht sinnvoller das Herz des Pharaos nachgiebig zu machen, so dass er das Volk Israel gleich ziehen lässt? Wär’s schon. Aber in den nachfolgenden Kapiteln wird deutlich, dass Verstockung nicht nur ein Wirken Gottes ist, sondern das auch der Pharao seinen Anteil dazu beiträgt. Es wird sowohl davon gesprochen dass Gott das Herz des Pharaos verstockt (so wie an dieser Stelle hier), als auch davon, dass der Pharao selbst sein Herz verhärtet (z.B. 8,11.28). Trotzdem bleibt es rätselhaft, warum Gott diese Verhärtung noch bekräftigt anstatt ihr entgegen zu wirken.

Sehr rätselhaft an dieser Stelle sind auch die Verse 24-26. Da taucht plötzlich Gott auf und will Mose töten!?! Den Mose, den er gerade eben mit der Befreiung seines Volkes beauftragt hat. Diese Verse passen überhaupt nicht in den restlichen Zusammenhang und als Leser fragt man sich: Was soll das? Es gibt sicher so manche Auslegungsmöglichkeit, mit der man diese Stelle einigermaßen hinbiegen kann. Für mich wird hier vor allem deutlich, dass Gott – trotz aller Offenbarung – für uns Menschen letztendlich nie ganz zu verstehen ist. Es bleibt immer ein letztes Rätsel, ein Geheimnis, das wir nicht völlig erfassen können. Es bleibt ein grelles Strahlen in Gottes Wesen, das wir mit bloßem Auge nicht anschauen und ergründen können.

| Bibeltext |

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2 Gedanken zu „Exodus 5, 18-31 Rätselhafter Gott“

  1. Wieso sind Konsequenzen für Ungehorsam rätselhaft?
    Mose hatte den Auftrag nach Ägypten zu gehen und sich als Sprachrohr Gottes zu betätigen.
    Aber Mose nahm noch seine kuschitische Frau und seine unbeschnittenen Söhne mit. An der Reaktion von Zippora in der Herberge können wir sehr genau sehen, dass die Beschneidung schon sehr lange ein Streitthema zwischen Mose und Zippora war. Mose hatte genau gewußt, dass er seine Söhne beschneiden hätte müssen! Auch im Lande der Midianiter war Beschneidung nicht unbekannt. Midian war ein auch ein Sohn Abrahams. Nur der heidnische Priester Jethro, den so viele Gemeindechristen fälschlicher weise zitieren und verehren und seine Tochter Zippora -Nachkommen von Kusch haben Mose verführt ungehorsam zu sein.
    Erst in größter Not gab Zippora wütend nach. Sie wußte sofort, weshalb Mose in Ungnade beim HERRN gefallen ist. Sie hat ihren Unmut sehr deutlich -tätlich und wörtlich Ausdruck verliehen. Um seine Glaubwürdigkeit nicht noch mehr zu strapazieren wird er sie danach wieder nach Hause geschickt haben. Mose ist nicht der Erste der auf die Stimme seiner Frau gehört hat. Auch Adam siehe 1.M 3,17 wurde deshalb verflucht.
    Wer das Wort Gottes locker flockig betrachtet und sich schon daran gewöhnt hat es nicht zu befolgen für den bleibt diese Stelle rätselhaft und zusammenhanglos. Das heißt aber nicht, dass dies für alle Menschen gilt. Es gibt auch Menschen, denen der HERR den Sinn erklärt.

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