Exodus 40 Befreit und doch nicht am Ziel

Das letzte Kapitel des Buches „Exodus“, zu deutsch: „Auszug“. Am Anfang stand die Gefangenschaft und am Ende? Immer noch die Wanderung durch die Wüste. Das Volk ist zwar frei, aber immer noch nicht angekommen. Was aber auch am Ende steht, ist die Einweihung der Stiftshütte, hier noch einmal betont „Wohnung“ (V.34) des heiligen Gottes genannt – Gott bezieht sozusagen seine Wohnung: „Die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung.“ (V.34) Das entscheidende bei der Befreiung ist nicht, dass man am Ziel angekommen ist, sondern dass man unterwegs ist in der Gegenwart Gottes.

Die Gegenwart Gottes ist nicht so gedacht, dass der herrliche Lichtglanz Gottes sich für immer in dieses Zelt zwängt. Die Stiftshütte ist eine Erinnerung an die unsichtbare Gegenwart Gottes. Bezeichnend ist, was das Heiligste der Stifthütte ist: die Lade mit den zehn Geboten (V.20). Gott ist in seinem Wort gegenwärtig. Anders als in anderen Religionen wird kein Gottesbild aufgestellt und angebetet, sondern die Worte Gottes sind das heiligste, das das Volk auf seiner Wanderung hat. Gott wird nicht durch ein Bild oder eine Statue repräsentiert, sondern durch sein Wort.

| Bibeltext |

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