Exodus 4, 1-9 Göttliche Zaubertricks

Mose kommt mit einer ganzen Liste von Einwänden und Bedenken daher. Nach der Frage: „Wer bin ich denn, dass ich zum Pharao gehe?“ (3,11) und der Frage: „Wer hat mich denn gesandt, wie ist dein Name?“ (3,13), kommt jetzt die berechtigte Überlegung: „Sie werden mir nicht glauben!“ (4,1) Denn schon einmal hat er versucht seinen Landsleuten Recht zu verschaffen, indem er in Selbstjustiz einen Ägypter niedergeschlagen hatte (2,12). Damals begegneten ihm seine Landleute mit Misstrauen (2,14) und er musste fliehen.

Gott gibt dem Mose nun drei Zeichen mit auf den Weg, welche die Israeliten überzeugen sollten: Ein Stab, der zur Schlange wird, seine Hand, die aussätzig wird und wieder normal wird und Wasser, das zu Blut wird. Ich muss ehrlich sagen: Das erscheint mir alles sehr fremdartig und seltsam. Diese Zeichen würden mich nicht überzeugen. Die würden mich im Gegenteil sogar misstrauischer machen. Das wären für mich keine überzeugenden Argumente, sondern das sähe für mich eher nach billigen Zaubertricks aus. Das würde in mir kein Vertrauen wecken, sondern die Frage: Wie macht Mose das? Welcher Trick steckt da dahinter? Ich muss da eher an die Zirkusarena denken, als an Gottes Herrlichkeit. Hat Gott solche „Zaubertricks“ nötig?!

Vielleicht war das ja in der damaligen Kultur überzeugend, aber ich vermute, wenn wir heute die Menschen mit solchen „Tricks“ versuchten vom Glauben zu überzeugen, dann wären wir damit nicht sehr erfolgreich. Vielleicht kämen eine Zeit lang ein paar mehr Menschen wegen der ungewöhnlichen Show in den Gottesdienst, aber ob die Menschen deswegen der biblischen Botschaft glauben würden?!?

| Bibeltext |

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