Exodus 32, 15-24 Eine fantasievolle Ausrede

Ha! Wenn’s nicht so traurig wäre, dann müsste man bei diesem Abschnitt lauthals heraus lachen. Unglaublich, wie sich hier Aaron aus der Sache mit dem goldenen Kalb versucht heraus zu reden. Das ist nicht nur peinlich, das ist lächerlich. Zunächst einmal betont er sein Einverständnis mit Mose in der Beurteilung des Volkes: „Du weißt, dass dieses Volk böse ist.“ (V.22) Dann beschreibt er, wie er das goldene Stierbild gemacht hat. Er hat Gold eingesammelt und dann: „Ich warf es ins Feuert; daraus ist das Kalb geworden.“ (V.24) Oh, Wunder! Ich wollte das eigentlich gar nicht. Ich hab nur das Gold ins Feuer geworfen und das Götzenbild ist ganz von selbst entstanden, ich hab eigentlich gar nichts damit zu tun!

Tja, nachher will’s wieder keiner gewesen sein. Im Erfinden von Ausreden sind wir Menschen immer sehr fantasievoll. Nicht immer ist die Lüge und Verdrehung so offensichtlich, wie hier bei Aaron. Aber ich darf da nicht mit dem Finger auf andere zeigen – ich muss da zuerst mal auf mich selbst schauen. Wo versuch ich mich vor Gott und vor anderen heraus zu reden, wenn ich einfach nur Müll gebaut habe?

| Bibeltext |

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