Exodus 29 Blut geben rettet Leben

Krass! In diesem Kapitel geht es um die Weihe der Priester und des Altars. Ziemlich viele Opfer und viel Blut. Es wird deutlich, wie konkret man sich die Heiligkeit Gottes vorstellte und wie gefährlich es war, dieser Heiligkeit nahe zu kommen. Für die Begegnung mit dem Heiligen Gott mussten die Priester und der Altar mit Opfer und Blut geweiht werden.

Für uns heute hat Blut keine besondere Bedeutung. Es ist Teil des Körpers, es ist notwendig für unseren Organismus. Blut gehört für uns eher in den Bereich des Medizinischen. Für die Menschen damals galt Blut als Quelle und Sitz des Lebens. Darum gehört es in besonderer Weise Gott, dem Schöpfer des Lebens. Blut stand in einer besonders engen Verbindung zu Gott und hat dementsprechend eine hohe Bedeutung. Es hat keine medizinische Bedeutung, sondern eine zutiefst religiöse.

Bei der Priesterweihe kommt nun dem Blut der Opfertiere eine besondere Rolle zu. Mit dem Blut wird die Kleidung der Priester besprengt (und diese damit nicht verunreinigt, sondern rituell rein) und es werden bestimmte Körperstellen der Priester damit berührt. Das bringt die enge Verbindung von Gott und dem geweihten Priester zum Ausdruck. Und selbst nach dieser rituellen Reinigung ist es notwendig, dass jeden Tag Opfer gebracht werden, um diese besondere Verbindung zwischen Gott und seinem Volk aufrecht zu erhalten.

Beim Lesen dieses Kapitels wurde mir wieder neu deutlich wie genial und gar nicht selbstverständlich es ist, dass jeder durch Jesus Christus einfach so Zugang zum heiligen Gott hat. Da braucht es keine besonderen Rituale und Opfer – wer Jesus vertraut, darf vor dem Schöpfer und König der Welt stehen. Es wird auch deutlich, warum auch noch im Neuen Testament das Blut Jesu Christi, das er für uns gegeben hat, so eine wichtige Rolle spielt. Durch sein Blut sind alle anderen Opfer überflüssig geworden. Durch sein Blut haben wir Zugang zu Gott.

| Bibeltext |

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