Exodus 27 Das Zelt der Begegnung

In diesem Kapitel wird das mobile Heiligtum der Israeliten zum ersten mal als „Zelt der Begegnung“ bezeichnet. Luther hat diesen Ausdruck in Anlehnung an eine „Stiftskirche“ als „Stifshütte“ übersetzt. Der wörtliche Ausdruck im hebräischen zeigt jedoch ganz gut die Bedeutung dieser Stiftshütte: Es ist ein Zelt in dem sich Gott und Mensch begegnen.

Die Israeliten unterschieden sich mit ihrem Heiligtum deutlich von anderen damaligen Religionen: Es war damals üblich, dass man im Heiligtum Götterstatuen aufstellte und diese Statuen auch anbetete. Israel hält sich da ganz zurück. Es befolgt das Gebot, dass es sich kein Bildnis machen soll von Gott. Das Zelt der Begegnung ist nicht an sich heilig. Es gibt keine Götterstatue darin. Auch die Bundeslade hat man sich nur als eine Art Fußschemel Gottes vorzustellen.

An diesem „Zelt der Begegnung“ wird deutlich, dass Gott viel größer und herrlicher ist, als wir uns das vorstellen können. Wir können ihn nicht in Statuen, Bilder oder menschliche Vorstellungen hineinpressen. Wir können höchstens ein „Zelt der Begegnung“ aufbauen und auf Gott warten. Wir können bereit sein, dem unsichtbaren, heilige und herrlichen Gott zu begegnen.

| Bibeltext |

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