Exodus 25 Wo ist mein Heiligtum?

Es folgen für uns heute schwer zugängliche Kapitel. Ganz genau wird beschrieben, wie die Israeliten sich ein mobiles Heiligtum für die Wüstenwanderung machen sollen (die sogenannte Stiftshütte). Diese Angaben sind auch Grundlage für den späteren Tempel. „Sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.“ (V.8) Wozu das bitte?! Wie soll ein irdisches Heiligtum Gottes Herrlichkeit fassen? Wozu braucht Gott ein Heiligtum, um seinem Volk zu begegnen? Aus neutestamentlicher Sicht ist sowieso klar, dass Jesus der Ort ist an dem Gott uns begegnet (vgl. Mk.14,58b; Joh.2,21).

Gott braucht das nicht. Aber vielleicht brauchen wir Menschen das: Orte, an denen wir in besonderer Weise Gott begegnen können. Vielleicht konnten sich Menschen in der damaligen Kultur Glaube ohne solch ein Heiligtum gar nicht vorstellen. Gott macht sich klein, „begreifbar“ – in einem irdischen Heiligtum und später in Jesus von Nazareth. Wo sind meine Orte, an denen ich Gott begegnen kann? Wo ist mein Heiligtum, an dem ich mich in besonderer Weise auf Gottes Gegenwart einstelle? Das schließt nicht aus, dass Gott auch woanders begegnet, aber es könnte mir helfen, mich auf ihn auszurichten.

| Bibeltext |

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