Exodus 2, 11-25 Fremdlinge

Mose flieht aus Angst vor der Rache des Pharaos (V.15) nach Midian. Er sagt nun von sich: „Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande.“ (V.22) Schon vorher hat er im fremden Land gewohnt, aber es war doch seine Heimat – dort ist er aufgewachsen, dort hat er seine Kindheit verbracht, dort lebten seine Stammesgenossen. Nun aber muss er selbst aus dieser Heimat im fremden Land fliehen und ist nun ein völliger Fremdling.

Im ersten Petrusbrief werden die Christen als Fremdlinge angesprochen (1,1; 2,11). Als Christen leben wir hier auf dieser Welt als Fremdlingen im fremden Land. Es ist nicht unsere eigentliche Heimat. Wir können es uns ganz bequem einrichten, wir können ein gutes und zufriedenes Leben führen, aber wir bleiben in dieser Welt Fremdlinge.

Wo ist unsere Heimat? Für Mose war es dann das verheißene Land, das Land in dem Milch und Honig fließt, das Land seiner Vorfahren, das Land Kanaan. Für uns ist es kein geographischer Ort. Unsere Heimat ist in der Gegenwart Gottes – nicht erst in der fernen Zukunft, sondern jetzt schon: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ (Eph. 2,19)

| Bibeltext |

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