Exodus 2, 1-10 Wunderbare Errettung

In meiner Lutherbibel ist dieser Abschnitt überschrieben mit: „Moses Geburt und wunderbare Errettung“. Ich finde es faszinierend, wie Gott hier handelt, obwohl nur von Menschen geschrieben wird. Ein levitisches Ehepaar bekommt einen Sohn, sie verstecken ihn zunächst, weil sie Angst haben, dass er von den Ägyptern getötet wird. Nach drei Monaten legen sie ihn in ein Kasten in den Nil. Die Tochter des Pharao sieht das Baby und hat Mitleid. Die ältere Schwester von Mose fädelt es raffiniert ein, dass das Baby von der eigenen Mutter gestillt werden kann.

Von Gott ist nirgends die Rede. Kein übernatürliches Eingreifen. Und doch wirkt von Anfang an Gott in der Geschichte. Durch menschliches Mitleid, durch menschliche Schlauheit. Mir gefällt vor allem dieser geschickte Schachzug der älteren Schwester. Sie ist schlau und mutig, sie wagt etwas. Göttliches Handeln schließt unsere menschliche Klugheit und Strategie nicht aus, sondern sie schließt sie mit ein. Gott hätte Mose auch durch ein offensichtliches Wunder retten können, aber er benutzt „Zufälle“, menschliche Gefühle und menschliche Schlauheit dazu. Und trotzdem ist es eine „wunderbare Errettung“.

| Bibeltext |

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