Exodus 18, 13-27 Modernes Management bei Mose

Ganz schön modern dieser Abschnitt. Da geht es um Fragen der Organisation und des Managements. Moses Schwiegervater erkennt ganz richtig, dass Mose mit der Aufgabe der Rechtsprechung allein überfordert ist. Er macht ihm Vorschläge, wie er das besser organisieren kann, so dass er entlastet wird und die Menschen trotzdem zufrieden sind und zu ihrem Recht kommen.

Das sind ganz nüchterne und logische Vorschläge, für die es keine besondere Offenbarung Gottes braucht. Das sind einfach Überlegungen des klaren Menschenverstandes. Interessant finde ich an der Geschichte, dass Mose das dann auch ganz pragmatisch umsetzt. Er betet nicht die ganze Nacht darüber oder bittet Gott um ein Zeichen, ob der die wichtige Frage der Rechtsprechung in Zukunft so handhaben soll. Er tut es einfach, weil er diese Vorschläge für sinnvoll hält.

Ich denke auch in der Gemeinde dürfen wir ganz nüchtern überlegen, welche Organisation für uns sinnvoll ist. Wir brauchen nicht für alles eine besondere Offenbarung Gottes. Womit ich allerdings meine Probleme habe ist, wenn Gemeindearbeit nur noch Management und Organisation ist, wenn zwischen einer Gemeinde und einem Unternehmen keine Unterschied mehr besteht, wenn die geistliche Dimension der Gemeinde nicht mehr im Vordergrund steht. Gemeinde ist eben mehr als rein organisatorische Fragen. Als Hilfsmittel sind solche nüchternen Managementüberlegungen durchaus angebracht – wo sie den eigentlichen Kern der Gemeinde ersetzen, da wird’s problematisch.

| Bibeltext |

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