Exodus 12, 1-28 Das Passahlamm

Was für ein Text und was für ein Geschichte, die dahinter steckt! Der Pharao bleibt verstockt und es kommt zum großen Showdown. Der „Verderber“ geht in Ägypten um (V.23). Er tötet alle Erstgeborenen – Tier oder Mensch. Nur die Israeliten werden verschont. Sie schlachten Passahlämmer und feiern in ihren Häusern das Passahmahl. Vom Blut des Opfertieres wird etwas an den Türrahmen der Häuser gestrichen. Das ist das Zeichen für den „Verderber“ an diesem Haus vorüber zu gehen.

Eine fremde, orientalische, blutrünstige Welt taucht da vor uns auf. Als moderner Mitteleuropäer hab noch nie ein Tieropfer gebracht. Ich tue mir schwer mit der Vorstellung, dass Gott selbst einen „Verderber“ schickt, der Kinder und Tiere hinweg rafft. Und doch habe ich als Christ Anteil an dieser Geschichte und dieser Tradition. Ich glaube, dass Jesus das eine, wahre Passahlamm ist, das für mich gestorben ist. Ich glaube, dass sein Blut das Zeichen meiner Rettung ist. Ich glaube, dass Menschen ohne ihn verloren gehen. Ich glaube, dass das Abendmahl die Fortführung des Passahmahls ist und im Abendmahl Jesu Tod für uns gegenwärtig wird.

| Bibeltext |

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2 Gedanken zu „Exodus 12, 1-28 Das Passahlamm“

  1. Zum Glück schlachten wir Mitteleuropäer nur jeden Tag 1000 Kinder ab. Bei den paar Tropfen Blut die bei einer Ausschabung fließen kann man nicht von blutrünstig sprechen. Es werden ja zuerst die Gliedmaßen und der Kopf vom Leib getrennt, damit das Ganze humaner abläuft. Diese Wohlstandsopfer vermitteln uns die heimilige Atmosphäre. Wie sind wir doch so viel zivilisierter als die alten Orientaler. Bei uns heute würde der HERR sicherlich nicht mehr persönlich Hand anlegen wie in Vers 12 beschrieben. ER würde vielleicht sagen: „Nicht so meine Kinderlein..?“

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