Epheser 5, 1-7 Untrennbare Liebe

Wir protestantischen Kirchen haben ein Problem. Wir stehen ständig in der Gefahr, Rechtfertigung und Heiligung auseinander zu reißen. Zurecht hat Luther wieder entdeckt, dass wir aus Gnade vor Gott gerecht sind, nicht aufgrund unserer Werke. Allerdings führt eine einseitige Betonung der Rechtfertigung dazu, dass wir nur noch wenig nach einem heiligen Leben fragen.

Paulus bringt in diesem Abschnitt beides ganz selbstverständlich zusammen: „Lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst uns gegeben als Gabe und Opfer.“ (V.2) Wir sind gerechtfertigt, weil sich Christus in Liebe für uns gestorben ist. Aber wir sind zugleich aufgefordert ebenfalls ein Leben in der Liebe zu führen. Das hängt für Paulus wesensmäßig zusammen. Paulus hat offenbar nicht befürchtet durch die Forderung nach einem Leben in der Liebe die Botschaft von der Rechtfertigung zu untergraben.

Er geht sogar noch weiter: Wer sexuell unrein lebt oder sich von Habgier bestimmen lässt, der verliert seinen Platz im Reich Gottes. (V.5) Enger kann man Rechtfertigung und Heiligung nicht zusammenbinden. Hier geht es nicht um einzelne moralische Fehltritte, sondern darum. dass Sex oder Geld zum Gott wird. Für Paulus ist das ganz logisch: Wer mit seinem Leben diese Götter anbetet, kann nicht zugleich die vergebende Gnade des biblischen Gottes in Anspruch nehmen. Das sind zwei Seiten der einen Medaille: Lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.

| Bibeltext |

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