Epheser 4, 25-32 Vom Umgang mit Zorn

Jetzt kommen konkrete ethische Anweisungen, wie das Leben als von Gott erneuerter Mensch aussehen sollte. Interessant fand ich den Umgang mit dem Zorn. Grundsätzlich soll aller Zorn fern von uns sein (V.31). Aber der Epheserbrief weiß doch auch feine Unterscheidungen zu machen: Es gibt Affekte, die wir nicht so einfach kontrollieren können. Dazu zählt der Zorn. Darum schreibt er: „Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonnen nicht über eurem Zorn untergehen.“ (V.26)

Wir sind als Christen und auch als erneuerte Menschen keine Roboter, die ständig ihre Gefühle im Griff haben. Auch wir können vom Zorn überwältigt werden. Die Frage ist dann, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen. Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen! Das heißt doch, dass wir den Zorn an sich nicht verhindern können, dass wir aber verhindern können, dass er sich fest setzt. Wie man das konkret macht, ist allerdings noch mal eine andere Frage. Unterdrücken, ignorieren, rauslassen, mit einem Seelsorger darüber reden, beten,…???

Genial an diesem Abschnitt finde ich, dass hier nicht nur dazu aufgefordert wird, das Negative zu lassen, sondern auch dazu, das Positive zu tun. Das geht über das „du sollst nicht“ der zehn Gebote hinaus. Es geht nicht nur darum das Böse nicht zu tun, sondern gleichzeitig auch darum, das Gute einzuüben.

| Bibeltext |

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