Epheser 3, 18-21 Die ganze Gottesfülle

In V. 18 schreibt Paulus, dass es darum geht, zu „begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist“. Nun fragt man sich als Leser: die Breite, die Länge, die Höhe und die Tiefe von was? Geht es um die Dimensionen Gottes? Um die Dimensionen seiner Gnade? Um die Dimension von schlichtweg allem: der irdischen und himmlischen Welt? Sprachlich gesehen, kann man es auch auf das Objekt im folgenden Vers beziehen: die Liebe Christi. Die Neue Genfer Übersetzung tut das: „Das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, die Liebe Christi in allen ihren Dimensionen zu erfassen – in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe.“

Das ist für mich ein sinnvolles Verständnis dieser zwei Verse. Es geht allein um das eine: zu erkennen, wie groß die Liebe Christi ist. Dabei muss man im Ohr haben, dass Erkenntnis in der Bibel immer mehr meint als das logische Verstehen und das Wissen. Es geht um ein ganzheitliches Erkennen, um erfahren, um erleben. Es geht darum, mit Leib, Seele und Verstand zu erleben, zu erfahren, zu wissen, wie sehr Christus uns liebt. Und zwar nicht nur abstrakt jeden Menschen, sondern dich ganz persönlich. Wer diese großartige Liebe bis in alle Poren seiner Existenz erspürt, bis in Mark und Bein, bis in die tiefsten Winkel seines Herzens, der wird erfüllt „mit der ganzen Gottesfülle“ (V.19).

Dabei glaube ich, dass dieses Erfülltsein mit der ganzen Gottesfülle nicht noch etwas zusätzliches ist, etwas das zu der Erkenntnis der Liebe Christi dazu kommt. Es nicht ein Mehr, ein weiterer Schritt auf meinem geistlichen Leben, ein mehr an Erkenntnis oder Kraft. Es ist nicht eine Art Belohnung für diejenigen, die die Liebe Christi in ihrer ganzen Größe erkannt haben, sondern das ganze ist ein Geschehen: Wer die alles umfassende Dimension der Liebe Christi mit seinem ganzen Sein und Denken erfasst hat, der ist gerade darin erfüllt mit der ganzen Gottesfülle.

| Bibeltext |

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