Epheser 2, 8-13 Der unausforschliche Reichtum Christi

Paulus wirft in diesem Abschnitt ganz schön mit Superlativen um sich: Er spricht nicht nur vom Reichtum Christi, sondern vom unausforschlichen Reichtum Christi, nicht nur von einem verborgenen Ratschluss, sondern von einem geheimen Ratschluss, der von Ewigkeit her verborgen war, nicht nur der Weisheit Gottes, sondern von der mannigfaltigen Weisheit Gottes.

Das ist umso erstaunlicher, wenn man von den Umständen hört, in denen Paulus sich befindet. In 3,1 bezeichnet er sich als Gefangener, in 3,13 spricht er von Bedrängnissen. Aber vielleicht wird ihm ja gerade in der eigenen Not die Größe und Herrlichkeit Gottes umso bewusster? Vielleicht ist es ein Trugschluss, wenn wir heute manchmal meinen, die Größe und Herrlichkeit Gottes müsste sich so zeigen, dass es auch uns großartig und herrlich geht. Ich glaube es ist tatsächlich so, dass Leute die Schweres durchmachen, einen klareren Blick für den „unausforschlichen Reichtum Christi“ haben können. Nämlich dann, wenn sie nicht über ihr eigenes Unglück jammern, sondern wenn sie auf Gott schauen.

| Bibeltext |

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