Daniel 6 Vorbildlicher Glaube

Eine der bekanntesten Geschichten im Alten Testament. Mir ist heute beim Lesen vor allem V.6 aufgefallen: „Wir werden keinen Grund zur Anklage gegen Daniel finden, es sei denn wegen seiner Gottesverehrung.“ Fast schon verzweifelt suchen Daniels Feinde einen Anklagegrund, um ihn zu Fall zu bringen. Aber sie finden offensichtlich nichts. Daniel hat sich tadellos verhalten. Er schaut nicht auf den eigenen egoistischen Vorteil, indem er z.B. Steuern hinterzieht und dies mit einem Schwarzgeldkonto in der Schweiz vertuscht, sondern er dient dem König und dem fremden Land auf vorbildliche Weise. So sollte es eigentlich immer sein, wenn andere Menschen über Glaubende urteilen. Sie sollten keinen Grund zur Anklage finden. Es wäre schön, wenn man das auch über mich sagen könnte.

Natürlich wissen wir vom Neuen Testament her, dass auch Daniel kein perfekter und sündloser Mensch war. Auch er war vor Gott Sünder. Aber er lebte doch so, dass seine Gegner bei ihm keinen Verstoß gegen die Landesgesetze oder irgendwelche moralischen Verfehlungen entdecken konnten. Vor Gott lebte auch er aus der Vergebung. Aber vor Menschen lebte er so, dass sein Leben ein Zeugnis war: er zeigte seinen Glauben und er verhielt sich anderen gegenüber korrekt. Auch wir leben aus der Vergebung Gottes. Das heißt aber nicht, dass unser moralisches Leben völlig egal ist, weil ja eh alles vergeben wird. Daniel kann da ein Vorbild für uns sein.

| Bibeltext |

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