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Wie ein Windhauch … ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch … vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken.
— ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen —

Kategorie: Richter

Richter 21 Am Ende bleibt die Hoffnung

Immerhin: das Richterbuch endet einigermaßen versöhnlich. Das Volk versammelt sich zum Gottesdienst und sie freuen sich nicht über den Sieg über den Stamm Benjamin, sondern sie trauern. Sie wollen den übrig gebliebenen Benjaminitern sogar helfen, um weiter überleben zu können. Die Mittel um den übrigen Männern von Benjamin Frauen “zu beschaffen” sind allerdings ziemlich fragwürdig… [...]

Richter 20 Zum Glück sind wir anders…

Anstatt die eigenen Fehler einzusehen und gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen, fängt der Stamm Benjamin an gegen die anderen Stämme des Volkes Gottes zu kämpfen. Das führt zu hohen Verlusten auf beiden Seiten. Zum Glück ist das eine alte Geschichte aus längst vergangenen Zeitenund wir Christen heute handeln natürlich völlig anders! Wenn wir Fehler [...]

Richter 19 Königsträume

Eine weitere Geschichte die belegt, wie weit sich die Menschen in Israel von Gott entfernt haben. In Gibea wird ein fremder Übernachtungsgast von Leuten der Stadt auf vergleichbare Weise bedrängt, wie die Gäste von Lot in Sodom und Gomorra. Die Aussage die damit gemacht wird ist heftig: Um Israel steht es ähnlich schlecht wie um [...]

Richter 18 Religiöses Beiwerk

In diesem Kapitel geht es um den Stamm Dan. Er hat bei der Landverteilung eigentlich ein Gebiet nordwestlich von Juda bekommen. Aber offensichtlich konnten sie dort nicht dauerhaft Fuß fassen und wurden von den Philistern und Kanaanitern bedrängt. Deswegen suchen sie ein neues Siedlungsgebiet im äußersten Norden, am Fuß des Hermon. So wie es hier [...]

Richter 17 Halbheiten

Nachdem bis jetzt im Richterbuch vor allem die äußeren Bedrohungen für Israel geschildert wurden, tauchen jetzt die inneren Bedrohungen auf. In diesem Text wird beschrieben, wie Micha sich ein Privatheiligtum einrichtet mit “Hausgötzen”, seinem eigenen Sohn als Priester und dann einem “privaten” levitischen Priester. Erstaunlich auch bei diesem Text, dass er recht neutral berichtet und [...]

Richter 17 Tragischer Held

Erstaunlich, dass die Geschichte von Simson überhaupt in der Bibel vorkommt. Er kämpft zwar gegen die Feinde Gottes, aber ansonsten verhält er sich nicht gerade vorbildhaft und klug. Er geht zu einer Hure (V.1) – war hier übrigens nur kommentarlos dargestellt wird und nicht bewertet wird! – und er lässt sich von Delila das Geheimnis [...]

Richter 15 Wie du mir, so ich dir

Was für ein Gegensatz! Simson sagt über seine Feinde: “Wie sie mir getan haben, so habe ich ihnen wieder getan.” (V.11) Ein gewisser Jesus sagt: “Liebet eure Feinde und bittet für die die euch verfolgen” (Mt.5,44) und “wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar” (Mt.5,39). Ganz unterschiedliche Arten [...]

Richter 14 Krumme Linien

Seltsame Geschichte. Simson tut genau das, wovor Gott sein Volk eindringlich gewarnt hat: er heiratet nicht eine Frau aus dem eigenen Volk, sondern eine Frau aus den Philistern. Hinter diesem göttlichen Gebot steckt nicht Ausländerfeindlichkeit, sondern die reale Gefahr, dass durch verwandtschaftliche Beziehungen auch fremde Götter in Israel Einzug halten (was dann nach der Darstellung [...]

Richter 13 Der Engel des Herrn

In diesem Kapitel wird die Geburtsgeschichte des Simsons beschrieben. Besonders interessant finde ich dabei die Figur des Engels und wie die Menschen auf ihn reagieren. Die Mutter Simsons ahnte sofort, wen sie da vor sich hatte: “Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie der Engel Gottes, zum Erschrecken.” (V.6) [...]

Richter 12 Bruderkämpfe

Unglaublich! Vor allem: unglaublich traurig! Haben die nichts besseres zu tun, als sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen? Da hat Jeftah gerade mit seinen Leuten die Ammoniter besiegt – durch Gottes Hilfe (Ri.11,29.32) – und dann kommen die Ephraimiten an und beklagen sich, dass sie nicht mitkämpfen durften. Sie beklagen sich nicht nur, sondern sie rücken [...]

Richter 11 Ein bescheuertes Gelübde

Was für ein bescheuertes Gelübde! Und das von jemand, von dem ausdrücklich gesagt wird, dass der Geist Gottes auf ihn kam (V.29). Jeftah gelobt Gott das erste was ihm aus seinem Haus entgegen kommt zu opfern, wenn Gott ihm den Sieg gegen die Ammoniter schenkt. Jeftah siegt und zur Begrüßung kommt ihm seine Tochter, sein [...]

Richter 10 Schizophrene Gebete

Kommt mir irgendwie bekannt vor: Ein Großteil der deutschen Bevölkerung hat mit dem Gott der Bibel wenig am Hut. Man glaubt zwar schon irgendwie an etwas göttliches, es ist bei vielen eine gewisse religiöse Offenheit da – aber sich konkret auf den biblischen Gott oder eine verbindliche christliche Gemeinschaft einzulassen, das kommt für viele nicht [...]

Richter 9 Mord und Totschlag

Ganz und gar nicht erbaulich dieses Kapitel. Da geht es nur um blutrünstige Machtkämpfe. Abimelech, ein Sohn von Gideon, erschlägt seine 70 Brüder, damit er das Sagen hat. Abimelech bekämpft noch weitere Widersacher, die ihm die Macht nehmen wollen, stirbt aber am Ende einen schmachvollen Tod: bei der Eroberung einer feindlichen Burg wirft ihm eine [...]

Richter 8 Ein Glaubensheld auf Achterbahnfahrt

Was für Extreme! In V.23 ist Gideon noch das große Vorbild im Glauben. Er lehnt es ab über die Israeliten zu herrschen und sagt demütig: “Ich will nicht Herrscher über euch sein, und mein Sohn soll auch nicht Herrscher über euch sein, sondern der Herr soll Herrscher über euch sein.” Für ihn gibt es nur [...]

Richter 7 Blinder Fanatismus oder sehendes Vertrauen?

Rein menschlich gesehen müsste man Gideon eigentlich als unverantwortlichen religiösen Fanatiker sehen. Er will mit seinem Heer gegen einen starken Gegner kämpfen. Aber anstatt alles menschenmögliche zu tun, um gegen die Midianiter eine Chance zu haben, reduziert er seine Soldaten von ursprünglich 32.000 auf nur 300! Wie soll das gut gehen?! Rein menschlich gesehen schickt [...]

Richter 6 Das Vlies des Gideon

Das berühmte Vlies des Gideon. Um ganz sicher zu sein, dass er wirklich im Auftrag Gottes die Midianiter angreifen soll legt Gideon zwei mal über Nacht ein Wollflies aus. Beim ersten mal soll zur Bestätigung seines Auftrags das Vlies nass vom Tau sein und der Boden drumherum nicht. Beim zweiten mal soll es genau umgekehrt [...]

Richter 5 Feinde, Liebe und die Sonne

Fremdartig wirkt auf mich dieses Siegeslied der Debora. Gott wird gelobt für den militärischen Sieg und für den Tod der Feinde. Und ganz selbstverständlich wird vorausgesetzt, dass die politischen Feinde Israels auch die Feinde Gottes sind. Für uns modernen Menschen gibt es diese selbstverständliche Einheit von Politik und Religion nicht mehr. Wir haben zurecht ein [...]

Richter 4 Frauenpower

Erstaunlich in welch unbefangener Weise hier von Debora berichtet wird. Sie wird zum einen als Richterin bezeichnet, welche Gerichtsurteile über andere aussprechen durfte – sie ist also eine soziale und politische Führungsperson. Zum anderen ist sie eine Prophetin, hat also auch auf geistlich-religiösem Gebiet etwas zu sagen. In einer Gesellschaft, die ganz selbstverständlich vom Patriarchat [...]

Richter 3 Allzu menschlich

Wenn man das so im Rückblick und als komprimierte Zusammenfassung liest, dann erscheint das Verhalten der Israeliten geradezu grotesk. In der Zeit der Richter wenden sie sich immer wieder neu von Gott ab und beten andere Götter an. Und immer wieder machen sie dieselbe Erfahrung: wenn sie dann in Not geraten und zu Gott schreien, [...]

Richter 2 Die zweite Generation

Ja, das Problem der zweiten Generation. Die Generation nach Josua hat keine Wüstenerfahrung mehr, der Einzug ins verheißene Land liegt lange zurück, man hat sich an den status quo gewöhnt, die großen Glaubenserlebnisse der Väter kennt man nur noch aus der Erzählung. Nach der Generation um Josu kam “ein anderes Geschlecht auf, das den Herrn [...]