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Wie ein Windhauch … ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch … vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken.
— ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen —

Kategorie: Johannesbriefe

3. Johannes In der Wahrheit leben

Diese Formulierung ist mir bei dem Text heute besonders aufgefallen: In der Wahrheit leben (V.3 und 4). Johannes schreibt nicht “an die Wahrheit glauben”, sondern “in der Wahrheit leben”. Das ist ein wichtiger Unterschied. Wir modernen Menschen sind eher Menschen, die an eine Wahrheit glauben wollen, die etwas das sie überzeugt für wahr halten. Aber [...]

2. Johannes 7-13 Gott und Mensch

Der Abschnitt zeigt, dass es im 2. Johannesbrief noch um dasselbe Thema geht wie im ersten – die adressierte Gemeinde hat offensichtlich noch mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen: Es gibt Menschen welche die Gemeinde verwirren, weil sie leugnen, dass Jesus Christus wirklich ins Fleisch gekommen ist, d.h. dass er wirklich voll und ganz Mensch wurde. [...]

2. Johannes 1-6 Wahrheit und Liebe

In diesem Abschnitt stechen die Begriffe Wahrheit und Liebe hervor. Gott ist ein Gott der Wahrheit und der Liebe. Und darum sollen auch wir in der Wahrheit und der Liebe leben. Die Zusammenstellung zeigt, dass es nicht um eine kalte und abstrakte Wahrheit geht. Die Wahrheit kann so manches mal ja ernüchternd und hart sein. [...]

1. Johannes 5, 14-21 Sünde zum Tod

Was für eine seltsame Stelle! Johannes unterscheidet hier zwischen zwei verschiedenen Arten von Sünde: es sagt, dass es eine Sünde gibt, die nicht zum Tod führt und eine Sünde, die zum Tod führt. “Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll.” (V.16) Der Zusammenhang ist die Fürbitte [...]

1. Johannes 5, 5-13 Wer den Sohn hat

Gegen Schluss seines Briefes hält Johannes noch einmal das Wesentliche fest: Es geht um Jesus Christus, der wirklich Mensch wurde und wirklich Gottes Sohn war. Gegenüber einer Verflüchtigung des Menschgewordenen ins innerlich-esoterische oder zu einer philosophisch-abstrakten Idee betont Johannes, dass der Sohn Gottes wirklich am Kreuz für uns gestorben ist. Nicht nur in der Taufe [...]

1. Johannes 5, 1-4 Ein siegreiches Leben

“Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.” (V.4) Ja, nicht wir selbst haben die Welt überwunden, wir sind immer noch verstrickt und verwoben in diese vergängliche Welt. Aber Christus hat die Welt überwunden (vgl. Joh. 16,33) und im Vertrauen auf ihn haben wir Anteil an dieser Überwindung. Unsere Aufgabe kann nun nicht [...]

1. Johannes 4, 17-21 Wie geschieht Veränderung?

In den letzten Tagen habe ich mir darüber Gedanken gemacht, ob man menschliches Verhalten oder sogar menschliche Herzen durch Druck verändern kann. Ich bin davon überzeugt, dass wirkliche Veränderung nur von Innen kommen kann und nicht von Außen erzwungen werden kann. Klar: wenn ich genügend Druck erzeuge, kann ich äußerlich das Verhalten ändern, aber im [...]

1.Johannes 4, 11-16 Wie lebe ich richtig?

Das ist christliche Ethik im Kurzformat: “Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben.” (V.11) Das ist das Wichtigste und Grundlegendste, was es zu christlicher Moral zu sagen gibt. Gott liebt uns und er hat uns diese Liebe in Jesus Christus gezeigt. Er liebt nicht nur dich unendlich, sondern [...]

1. Johannes 4, 7-10 Gott ist die Liebe

Zu diesem Text ist mir eine Liedzeile vom wunderbaren Jens Böttcher eingefallen: “Es ist klingt so flach und ist so tief.” Diese Zeile ist aus seinem Lied “Nur die Liebe” (zu hören auf boettchercom.de unter dem Album “Reisefieber”). In diesem Lied geht es darum, dass uns nur die Liebe retten und Leben schenken kann. Wie [...]

1. Johannes 4, 1-6 Unterscheidung der Geister

Johannes gibt zwei Kriterien an, um zu unterscheiden, ob jemand aus dem Geist Gottes spricht oder ob er ein falsche Prophet ist. Das eine ist ein inhaltliches Kriterium, das andere ein formales. Das inhaltliche Kriterium: “Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott.” (V.2) Das formale [...]

1. Johannes 3, 18-24 Anspruch und Zuspruch

Johannes betont im ganzen Kapitel sehr stark unser konkretes Handeln: wir sollen nicht nur mit Worten lieben, sondern auch und vor allem mit Taten (V.18). Er weiß aber auch um die Grenzen unseres Handelns. In unserem Herzen (das entspricht nach heutigem Sprachgebrauch unserem Gewissen) werden wir immer wieder feststellen, dass wir in unserem Bemühen um [...]

1. Johannes 3, 13-17 Liebe konkret

Jetzt wird die Sache mit der Liebe zu Glaubensgeschwistern erschreckend konkret. Über die Liebe reden ist ja einfach, von der Liebe zu schwärmen ist schön… aber Liebe zu leben ist richtig schwierig. Da schließe ich mich ausdrücklich mit ein. Johannes schreibt: “Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger.” (V.15) Ganz schön heftig: Hass sieht [...]

1. Johannes 3, 3-12 Lebe, was du bist!

Das scheint durchaus verwirrend, was Johannes in seinem Brief zur Sünde schreibt. Auf der einen Seite betont er, dass keiner ohne Sünde ist (1.Joh.1,8: “Wenn wir sagen wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst”). Er rechnet realistisch mit der Möglichkeit, dass auch die christlichen Leser des Briefes sündigen können (1.Joh.2,1: “Und wenn jemand [...]

1. Johannes 3, 1-2 IHN sehen!

Wir werden “ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.” (V.2) Ich lebe gerne. Ich hab nicht den Wunsch, diese Welt so schnell wie möglich zu verlassen. Gott hat mir viel Gutes und Schönes geschenkt. Aber ich freue mich trotzdem auf diesen Augenblick: Ihm gegenüberstehen und ihn sehen, wie er ist. Das [...]

1. Johannes 2, 18-29 Der Antichrist

Interessant an diesem Text ist, dass Johannes von Antichristen im Plural spricht und dass er davon ausgeht, dass schon viele Antichristen gekommen sind (V.18). Inhaltlich kennzeichnet er einen Antichristen als jemand, “der leugnet, dass Jesus der Christus ist.” (V.22) Damit meint er wohl gnostische Irrlehrer aus der damaligen Zeit, die ursprünglich mit christlichen Gemeinden verbunden [...]

1. Johannes 2, 12-17 Die zwei Gesichter der Welt

“Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist.” (V.15) Seltsam, wieso sollen wir die Welt nicht lieben, die doch von Gott so sehr geliebt ist, dass er seinen Sohn für sie gab (Joh.3,16)? Warum liebt Gott diese Welt so sehr, dass er bereit ist das kostbarste für sie hinzugeben und zugleich verbietet [...]

1. Johannes 2, 7-11 Hass macht blind

“Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall. Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hingeht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.” (V.10f) Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Das ist eine [...]

1. Johannes 2, 1-6 Sünde ernst nehmen

Genial wie differenziert hier Johannes den Umgang mit Sünde beschreibt. Es ist für ihn klar, dass auch Christen in der Gefahr stehen zu sündigen. Deswegen betont er: “Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsere Sünden, die nicht allein aber [...]

1. Johannes 1, 5-10 Leben im Licht

Christ sein heißt Leben im Licht Gottes. Das hört sich schön und positiv an, aber es ist gar nicht so einfach. Wer sich ins Licht stellt, der erkennt auch umso deutlicher seine Schattenseiten. Johannes sagt es hier ganz deutlich: Wer denkt, er gehört als Christ auf die Seite des Lichts und damit sind alle Schattenseiten [...]

1. Johannes 1, 1-4 Verbunden in Christus

An einer Formulierung bin ich hängen geblieben: “Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt.” (V. 3) Gemeinschaft durch Verkündigung – das ist ein ungewöhnlicher Gedanke. Wenn man den ganzen Vers in der Neue Genfer Übersetzung liest, dann wird etwas deutlicher, welcher Gedanke dahinter steht: [...]