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Wie ein Windhauch … ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch … vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken.
— ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen —

Kategorie: Galater

Galater 6, 11-18 Sterben und Auferstehen

Am Schluss des Briefes greift Paulus selbst zum Stift (d.h. dass er vorher einem Schreiber diktiert hatte). Dadurch macht er deutlich, dass er in diesem Schlussabschnitt noch einmal betont das für ihn Wichtigste zusammenfasst. Er wendet sich gegen diejenigen, welche die Beschneidung fordern. Von seiner eigenen Botschaft hebt er zwei Dinge hervor: das Kreuz und [...]

Galater 6, 6-10 säen und warten

Jesus hat in seinen Gleichnissen sehr oft vom säen, wachsen und ernten gesprochen. Auch Paulus bringt hier das Bild vom säen in seine theologischen Differenzierungen zwischen Geist und Fleisch ein: “Wer auf das Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das [...]

Galater 6, 1-5 Lasten tragen statt vergrößern

Immer und immer wieder ist es dasselbe: bei anderen sehen wir die Fehler und ihr Versagen sehr viel schneller als bei uns. Immer und immer wieder ist es dasselbe: anstatt dem anderen die Wunden zu verbinden, legen wir unseren Finger in seine Wunden und stochern darin herum. Und wenn ich das so schreibe, dann muss [...]

Galater 5, 13-26 Frucht des Geistes

Wenn man den Galaterbrief im Zusammenhang liest, dann stellt man fest, dass sich Paulus darin intensiv mit der Bedeutung des Gesetzes (= der alttestamentlichen Gebote) für den Christen auseinandersetzt. In den ersten vier Kapitel betont er vor allem das Gegenüber von Gesetz und Glaube: Wir werden nicht gerecht durch Gesetzeserfüllung, sondern durch Glaube. Im fünften [...]

Galater 5, 13-15 Wahre Gesetzesfrömmigkeit

Freiheit vom Gesetz bedeutet für Paulus keine Gesetzlosigkeit. Im Gegenteil: nur in dieser Freiheit kann das wahre Anliegen des Gesetzes wirklich umgesetzt werden. Das Gesetz ist für Paulus kein Weg zu Gott, ich kann mich durch Gesetzesbefolgung nicht vor Gott rechtfertigen – und ich brauche es auch gar nicht. In diesem Sinn bin ich als [...]

Galater 4, 21-31 Verstoßen oder nicht verstoßen?

Sehr kritisch und polemisch vergleicht Paulus hier den Bundesschluss am Sinai mit dem neuen Bund in Christus. Das eine ist für ihn ein Bund der Knechtschaft (er vergleicht diesen Bund allegorisch mit Ismael, dem Sohn den die Magd Hagar dem Abraham gebar) und das andere ist für ihn ein Bund der Freiheit (er vergleicht diesen [...]

Galater 4, 8-20 Finden UND gefunden werden

Ein Satz ist mir in diesem Abschnitt besonders ins Auge gesprungen: “Nachdem ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid…” (V.9) Genial, wie Paulus hier beschreibt, wie Menschen Christen werden. Auf der einen Seite ist es ein aktives Geschehen von Seiten des Menschen: Ihr habt Gott erkannt. Auf der anderen Seite, auf [...]

Galater 4, 1-7 Abba, lieber Vater

Durch Jesus Christus sind wir nicht mehr Sklaven, sondern Kindern. Durch den Heiligen Geist dürfen wir in unseren Herzen sprechen: “Abba, lieber Vater”. Ich sehne mich danach, dass das nicht nur theologische Richtigkeiten sind, dass das nicht nur steile theoretische Verheißungen sind, sondern dass diese Worte in und durch mich immer mehr lebendig werden. Ich [...]

Galater 3, 26-29 Eins in Christus

Welche Zielrichtung verfolgt Paulus mit diesem Text? Will er alle Unterschiede zwischen uns Menschen einebnen? “Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau.” (V.28) Nein, natürlich gibt es auch für Paulus noch Unterschiede zwischen den Menschen, wir sind alles Originale und gehören nach wie vor [...]

Galater 3, 15-25 Das Gesetz

Paulus begnügt sich nicht mit einer autoritären Zurechtweisung, sondern er will überzeugen und argumentiert daher theologisch ziemlich anspruchsvoll und differenziert. Zunächst führt er in diesem Abschnitt die Zeitebene an: die Verheißung an Abraham (dass wir durch Glaube gerecht werden) ist älter als das Gesetz (das erst Mose während der Wüstenwanderung empfangen hat) und wird durch [...]

Galater 3, 6-14 Erfahrung und Bibel

Interessant: im vorigen Abschnitt argumentiert Paulus mit der Erfahrung der Galater (sie haben den Heiligen Geist nicht nur Gesetzeswerke erhalten, sondern durch das hören und vertrauen), jetzt belegt Paulus diese Erfahrung mit grundlegenden Bibelworten. Schon bei Abraham war es so, dass sein Glaube ihn vor Gott gerecht gemacht hat und nicht seine Werke. Für Paulus [...]

Galater 3, 1-5 Gnade bis zum Ende

Das ist und bleibt ein Grundzug des Evangeliums: Nicht nur am Anfang steht die Gnade, sondern die Gnade bleibt grundlegend bis zum Ende. Es ist als Christ nicht so, dass man aus Gnade gerecht wird, dass einem die Sünden vergeben werden und dann muss man sich selbst bemühen, nicht wieder in Sünde zurück zu fallen. [...]

Galater 2, 19-21 Christus in mir

Faszinierend, wie bei Paulus der Zoff mit Petrus nicht in Polemik und Beldeidigungen ausufert, sondern wie der Abschnitt in einem der theologisch dichtesten und poetischten Texten des Neuen Testaments gipfelt: “Ich lebe, doch nun nicht ich ,sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den [...]

Galater 2, 11-18 Ein Herz und eine Seele

Dieses Stelle zeigt, dass es trotz der grundsätzlichen Einigung zwischen Judenchristen und Heidenchristen im praktischen Miteinander noch genügend Konfliktpotential gab. Paulus hat sich mit den Ältesten von Jerusalem geeinigt, dass Petrus für die Judenchristen zuständig ist und Paulus für die Heidenchristen. Die Judenchristen befolgen weiterhin die jüdischen Speisegebote, die Heidenchristen müssen das nicht tun. Wie [...]

Galater 2, 3-10 Theologische Spannungen

An dieser Stelle wird deutlich, wie groß die theologischen Spannungen schon in der Urkirche waren. Da gab es auf der einen Seite Leute wie Paulus, die vor allem die Nichtjuden im Blick hatten und für Christus gewinnen wollten. Auf der anderen Seite gab es jüdische Christen, die davon ausgingen, dass man zuerst Jude werden müsste, [...]

Galater 2, 1-2 Geduld und Demut

Paulus berichtet weiter aus seinem Leben. Ins Auge gesprungen ist mir vor allem die Zeitangabe von vierzehn Jahren (V.1). Wir wissen über diese vierzehn Jahre nicht viel. Nach Gal. 1,21 hielt Paulus sich in Syrien und Zilizien auf. In Syrien gab es eine bekannte Gemeinde in Antiochien, Zilizien ist die Gegend von Paulus Heimatstadt Tarsus. [...]

Galater 1, 11-24 Plagiatsvorwürfe gegen Paulus

Anscheinend wurde Paulus nicht nur wegen seiner Botschaft angegriffen, sondern auch als Person. In diesem Abschnitt berichtet er deshalb so viel aus seinem Leben, wie an keiner anderen Stelle in seinen Briefen. Sein Ziel ist es, damit deutlich zu machen, woher er sein Evangelium, seine Botschaft hat: “Denn ich habe es nicht von einem Menschen [...]

Galater 1, 6-10 Der liberale Paulus

Irgendwie traurig: schon damals haben sich Christen auf theologischer Ebene die Köpfe eingeschlagen. Paulus legt in seinem Brief gleich richtig los: statt der an dieser Stelle üblichen Danksagung, greift er sofort diejenigen an, die ein anderes Evangelium als er lehren. Ist das jetzt eingebildet oder konsequent? Fehlt da die Demut oder ist das ein notwendiger [...]

Galater 1, 1-5 Jesus allein

Der übliche Briefeingang mit Absender, Adressat und Gruß. Die Adressaten sind nicht die Christen einer einzelnen Gemeinde, sondern Christen in verschiedenen Gemeinden einer bestimmten Gegend. Diese Gegend Galatien liegt da, wo heute Ankara liegt. Der Friedensgruß kann bei Paulus unterschiedlich aussehen, mal knapper (z.B. 1. und 2. Korintherbrief) mal ausführlicher (z.B. Römerbrief). Bei den Galatern [...]